Gemeinschaftspraxis für Orthopädie

STOSSWELLENTHERAPIE

Der Beginn der Stoßwelle wurde 1980 geprägt, als die Stoßwellentherapie ihren Siegeszug mit der erfolgreichen Zertrümmerung von Nierensteinen begann. In den Folgejahren zeigte sich, dass Stoßwellen auch bei anderen Indikationen, wie chronischen schmerzhaften Tendopathien und Pseudoarthrosen wirksam sind. Seit 15 Jahren werden in unserer Praxis Stoßwellenbehandlungen durchgeführt.


Sinnvolle Indikationen sind:

  • die Kalkschulter (Tendinitis calcarea)
  • Tennisellenbogen (Epicondylitis)
  • Fersensporn, sowie die Pseudoarthrose (verzögerte Knochenbruchheilung)
  • Ebenfalls konnten positive Effekte bei örtlichen Durchblutungsstörungen
(Osteochondrosis dissecans, Morbus Schlatter des Heranwachsenden) die Indikation zur Stoßwelle ergänzen.

Wirkweise der Stoßwellentherapie bei Pseudarthrose: Durch die hohen Energien, die beim Auftreten der Stoßwelle freigesetzt werden, kommtes zu einer Anregung der Osteoplasten (Knochenbildende Zellen), deren daraufhin vermehrt gebildete Knochensubstanz wird durch die Stoßwelle verstärkt durchblutet, worauf der Mineralisierungsgrad der Knochensubstanz zunimmt. Dieser Effekt wird zur Behandlung von Pseudoarthrosen oder bei einer verzögerten Knochenbruchheilung eingesetzt. Unter diesem Wirkmechanismus sind auch die positiven Effekte bei Durchblutungsstörungen des Knochens und Knochennekrosen einzuordnen.

Wirkweise der Stoßwellentherapie bei Kalkabbau: Die Verkalkung der Rotatorenmanschette auch Tendinitis calcarea genannt, kann in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden. Dabei muss man sich die Verkalkung eher wie getrocknete Zahnpasta wie in und auf der Sehne vorstellen, als eine reine Kalkmasse. Die hochenergetischen Stoßwellen führen zu einer direkten Zerstörung des Kalkdepots, zum Anderen auch zu einer deutlich verbesserten Durchblutung der Region. Innerhalb von gut 6 Wochen können die Kalkdepots vom Körper abgebaut werden, wobei es nicht zu Ablagerungen in sonstigen Körperteilen kommt.

Wirkweise der Stoßwellentherapie bei Sehnenansatzschmerzen: Durch die sehr hohe Energie verursachen die Stoßwellen Mikroläsionen im Bereich des betroffenen Gewebes. Hierdurch kommt es zu einer Durchblutungssteigerung, die speziell an Sehnenansätzen zu einer Unterbrechung der Entzündung führt.

Wirkweise der Stoßwelentherapie bei Schmerztherapie: Auch im Fall der Schmerzreduktion wurde durch die sogenannte Triggerstoßwelle ein großer Fortschritt erzielt, die Wirkmechanismen sind nicht so deutlich darstellbar, wie bei der extrakorporalen Stoßwellentherapie. Man nimmt an, dass ein großer Reizanstrom der Nervenfasern zur deutlichen Reduktion der Schmerzempfindung führt.

In unserer Praxis werden radiale und fokussierte niedrig- und hochenergetische Stoßwellen mit verschiedenen Geräten durchgeführt. Die Indikation zu jeder Stoßwellenbehandlung muss mit dem Behandler individuell durchgesprochen werden.